Sonntag, 21. März 2010

Masterplan

Vor kurzem habe ich einen interessanten Artikel
gelesen, wie sich Deutschland (Frankreich, England)
angeblich die "armen" EU-Länder systematisch unterjochen:

Im Gegensatz zu Agrarländern wie Griechenland oder Spanien stehen
wir oben in der Wertschöpfungskette und verkraften eine starke Währung.

Griechen/Spanier produzieren keine Produkte, die es nirgendwo
sonst gibt- um am Weltmarkt eine Chance zu haben, müssten sie
ihre Währung niedrig halten.
Geht aber nicht, weil sie dank Euro eine Inflation ihrer
"Landeswährung" nicht mehr einleiten können.
Plus: in der Eurozone müssen sie deutsche Produkte ohne
Zoll reinlassen.

Und nun wirds interessant: durch den niedrigen
Leitzins der Eurozone wird ihnen praktisch beliebig
viel Geld zur Verfügung gestellt.

Ich fasse zusammen:
Sie werden ihre Produkte nicht mehr los, weil sie
ihre Währung nicht billiger machen können, gleichzeitig
können sie sich unbegrenzt Geld leihen.

Und was haben WIR davon? Das:

"European states are borrowing money (mostly from Germany) in order to purchase imported goods (mostly from Germany) because their own workers cannot compete on price (mostly because of Germany)." STRATOR, 16.10.2010

Hört sich an, als würden wir uns da ein paar Sklavenstaaten halten,
die hoffnungslos abhängig und verschuldet sind.

Ich dachte eigentlich, dass das viel zu simpel ist, um
wahr zu sein.
Gestern konnte ich den Gouverneur der XXX Nationalbank fragen,
was er von dieser These hält.

Die grinsende Antwort:
"You know, the best plan is simple"

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