Mittwoch, 17. März 2010

Mein Assistent

"Ohne Assistent kann ich nicht mehr arbeiten!"

Der Gedanke kam mir schon kurz nachdem ich heute
den Praktikanten Till Tick unter die Fittiche genommen habe.

Die verfrühte Maschine ist schon gelandet, als ich Till hinter mir herreiße.
Nach einem gewagten Parkmanöver direkt neben
dem Flugzeug springen wir aus dem Auto,
rennen unter den noch laufenden Turbinen hindurch,
am Bodenpersonal und der riesigen Brücke vorbei zum Terminaleingang.

Till lacht und japst gleichzeitig,
bis wir erkennen, dass das nicht die richtige Maschine
ist-

EIN FUCKING GATE CHANGE?!-

Der Einsatzleiter gibt mir am Telefon die neue Position durch.

Ohne Gefühl für Tod und Strafe schleudere
ich uns im Auto der neuen Position entgegen-
Till wirft begeistert die Arme in die Luft und jauchzt -
wieder hechten wir dem Terminal entgegen-

und es ist NICHT die richtige Maschine!

Ich kann das Schulterzucken des Einsatzleiter
am Telefon hören, als er sagt, er hätte sich vertan...

Tills ungläubiges Gesicht, das sich in
meinem spiegelt, weiss nicht, was es
von diesem Spiel halten soll, kann nicht anders und bricht lachend aus.
Ich stimme panisch mit ein und renne mit ihm zum wenige Meter entferntem,
richtigem (!) Gate - die Maschine rollt jetzt heran.

"Till! Lauf nicht weg! Bleib am Gate und halte das Schild
hoch! Ich komme und hol euch ab! Halte den Gast auf
und BLEIB HIER!"

Die Intensität des Moments lässt uns zu Guerilla-
kriegern auf feindlichem Flughafengebiet werden!

Ich muss das Auto holen, sonst kommen wir hier nie wieder lebend raus!!!

Unter Auferbietung letzter Kräfte erreiche ich
das Auto und fahre meinem tapferen Kameraden entgegen,
den Gast an seiner sicheren Seite -

und lache jauchzend.

2 Kommentare:

  1. tse tse tse... ;-D (ich brauche auch Assistenten. Ich denke ich werde mir 2-3 Erst-/Zweitsemester Studenten/innen [ich bin ja kein Sexist!;)] suchen, welche satanische Aufgaben für mich erledigen?!) Geniale Gedanken...bitte weiter so! Der vorherige war der KNALLER!

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  2. Hehe! Selbst als uns verschlossene Türen und komplizierte Wegführungen die letzte Hoffnung auf ein rechtzeitiges Erscheinen nahmen, konnten wir (also meistens Ich) einfach nicht aufhören zu lachen.
    Außerdem haben wir Dank unseres High-Tech-Traktors, im Laufe des Tages weitere grausame Hindernisse, wie z.b. gelbe Blöcke, glücklicherweise überlebt.

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